Erleben Sie die historische Artemis II Mission in Echtzeit. Begleiten Sie die vierköpfige Crew im Orion-Raumschiff zum Mond und zurück. Nutzen Sie unseren Live-Tracker, den Countdown und aktuelle Flugtelemetrie, um jede Sekunde dieses monumentalen Schritts in den tiefen Weltraum zu verfolgen.
Artemis II Mission Abgeschlossen
Das Orion-Raumschiff ist sicher im Pazifik gelandet.
Historischer Erfolg: Artemis II Mission
Die Menschheit ist zum Mond zurückgekehrt! Erleben Sie die Highlights der Mission hier.
Artemis 2: Missionsprofil
🚀 TAG 1: ABHEBEN
Die SLS-Rakete startet am Kennedy Space Center. Nach Erreichen der Umlaufbahn führt die Crew kritische Systemchecks an der Orion-Kapsel durch.
🌍 TAG 2: VERLASSEN DER ERDE
Trans-Lunar Injection (TLI): Orion zündet das Haupttriebwerk, um die Erdanziehungskraft zu verlassen und einen direkten Kurs zum Mond einzuschlagen.
🌕 TAG 4: MOND-VORBEIFLUG
Der historische Moment. Die Crew umrundet die Rückseite des Mondes in einer Höhe von etwa 7.400 km über der Mondoberfläche.
🛰️ TAG 5-9: DEEP SPACE TRANSIT
Auf dem Rückweg testet die Crew Laserkommunikation mit hoher Bandbreite und überwacht die Strahlungswerte während des langen Rückflugs zur Erde.
🌊 TAG 10: WASSERUNG
Wiedereintritt mit 40.000 km/h. Orions Hitzeschild hält 2.760°C stand, bevor eine fallschirmgestützte Landung im Pazifik erfolgt.
Lernen Sie die Artemis 2 Crew kennen
*Artemis 2 ist die erste bemannte Mondmission seit Apollo 17 im Jahr 1972.
Artemis 2: Der Anbruch einer neuen Ära der Monderkundung
Zum ersten Mal seit über einem halben Jahrhundert bereitet sich die Menschheit darauf vor, ein bemanntes Raumschiff in die Nähe des Mondes zu senden. Während das Apollo-Programm der 1960er und 70er Jahre aus dem Wettlauf des Kalten Krieges entstand, ist das Artemis-Programm ein multinationales, nachhaltiges Projekt, um eine langfristige Präsenz auf der Mondoberfläche zu etablieren. Artemis 2 dient dabei als entscheidender „Proof of Concept“: Hier werden die stärkste Rakete, die jemals gebaut wurde, und ein Raumschiff getestet, das darauf ausgelegt ist, Menschen im tiefen Weltraum am Leben zu erhalten. Währenddessen konzentriert sich Artemis 3 auf die eigentliche Mondlandung.
Die SLS-Rakete: Antrieb für die Rückkehr zum Mond
Das Rückgrat der Artemis-2-Mission ist das Space Launch System (SLS). Stand 2026 bleibt die SLS die einzige für Menschen zugelassene Rakete, die in einer einzigen Mission das Orion-Raumschiff, Astronauten und schwere Fracht zum Mond befördern kann. Mit einer Höhe von 98 Metern erzeugt die SLS in der Block-1-Konfiguration einen gewaltigen Maximalschub von 3.990 Tonnen (8,8 Millionen Pfund) – das sind 15 % mehr als bei der legendären Saturn V.
Die Kernstufe, flankiert von zwei fünfsegmentigen Feststoffboostern, liefert den nötigen Schub, um die Erdanziehung zu überwinden. Bei der Artemis-2-Mission muss die SLS eine perfekte Trans-Lunar Injection (TLI) durchführen – ein Manöver, das die Orion-Kapsel aus der Erdumlaufbahn beschleunigt und direkt in den Einflussbereich des Mondes katapultiert.
Das Orion-Raumschiff: Ein Zufluchtsort im Vakuum
Während das SLS für die nötige Schubkraft sorgt, stellt das Orion-Raumschiff das Gehirn und den Schutzschild dar. Während der zehntägigen Reise ist die vierköpfige Crew auf das Europäische Servicemodul (ESM) der ESA angewiesen, das für Luft, Wasser und Antrieb sorgt.
Einer der kritischsten Tests während Artemis 2 ist die Validierung des Lebenserhaltungssystems (ECLSS). Im Gegensatz zur unbemannten Artemis-I-Mission wird die Crew bei Artemis 2 die CO2-Filterung, die Temperaturregulierung und die Strahlungsabschirmung in Echtzeit überwachen. Da die Besatzung tausende Kilometer über die Rückseite des Mondes hinausfliegt, wird sie einer höheren Strahlung ausgesetzt sein als alle Menschen zuvor in der Geschichte. Daher stehen die Schutzsysteme von Orion im Fokus der NASA-Ingenieure.
Missionsprofil: Die Hybrid-Freiflugbahn
Artemis 2 folgt keinem direkten Pfad zum Mond. Stattdessen nutzt sie eine „Hybrid Free Return Trajectory“. Nach dem Start und einem ersten Erdorbit zur Systemprüfung wird die Interims-Oberstufe (ICPS) die Crew in Richtung Mond beschleunigen.
Der Vorteil dieser Flugbahn ist ihre inhärente Sicherheit: Sollte ein Antriebssystem nach dem TLI-Manöver ausfallen, zieht die Erdgravitation das Raumschiff auf natürliche Weise für eine sichere Wasserung zurück. Die Crew wird einen Punkt erreichen, der etwa 7.400 km (4.600 Meilen) hinter der Mondrückseite liegt. Von diesem Aussichtspunkt aus werden sie den „Erdaufgang“ auf eine Weise sehen, wie ihn bisher nur 24 Menschen in der Geschichte erlebt haben.
Wenn Sie die aktuelle Mondphase wissen möchten, nutzen Sie unseren Tracker!
Warum Artemis 2 anders ist als Apollo
Eine häufige Frage unter Weltraum-Enthusiasten lautet: „Warum machen wir das noch einmal?“ Die Antwort liegt in Nachhaltigkeit und Vielfalt.
- Technologische Reife: Die Rechenleistung an Bord von Orion ist exponentiell größer als die des Apollo Guidance Computer.
- Die Artemis-Accords: Diese Mission ist kein Alleingang. Es ist eine Koalition von Nationen, die auf diesem Flug durch die Teilnahme eines Astronauten der kanadischen Weltraumbehörde (CSA) repräsentiert wird.
- Der Weg zum Mars: Die NASA-Strategie „Moon to Mars“ nutzt Artemis als Testgelände. Die im Jahr 2026 validierten Technologien – wie die Tiefraum-Kommunikation und die Langzeit-Lebenserhaltung – sind dieselben, die später Menschen zum Roten Planeten bringen werden.
Wissenschaft und Ziele: Was wir lernen wollen
Obwohl Artemis 2 ein Testflug ist, bietet er auch wissenschaftliche Chancen. Die Crew wird eine Demonstration von „Proximity Operations“ durchführen: Nach der Trennung von der ICPS-Oberstufe wird die Crew das Orion-Raumschiff nutzen, um zurück in Richtung der ausgebrannten Raketenstufe zu manövrieren. Dies testet die manuellen Steuerungseigenschaften von Orion, die für künftige Andockmanöver am Lunar Gateway (einer geplanten Raumstation im Mondorbit) unerlässlich sind.
Darüber hinaus wird die Mission wichtige Daten über den Van-Allen-Strahlungsgürtel sammeln. Das Durchqueren dieser Gürtel gehört zu den gefährlichsten Teilen der Reise. Durch die Messung, wie das Raumschiff und der menschliche Körper auf diese Umgebung reagieren, kann die NASA die jahrelangen Reisen zum Mars besser vorbereiten.
Der Weg zur Mondoberfläche (Artemis 3 und darüber hinaus)
Artemis 2 ist der letzte Türöffner vor der eigentlichen Landung. Sobald die Crew von Artemis 2 erfolgreich im Pazifik gewassert ist und alle Systeme auf „Go“ stehen, richtet die NASA ihre Aufmerksamkeit auf Artemis 3. Bei dieser Mission wird eine Variante von SpaceX’s Starship als Human Landing System (HLS) eingesetzt, um die erste Frau und die erste Person of Color zum Mondsüdpol zu bringen.
Der Südpol ist das ultimative Ziel aufgrund seiner „permanent im Schatten liegenden Regionen“ (PSRs). Man vermutet in diesen Kratern Wassereis – eine „Goldmine“, die in Sauerstoff und Raketentreibstoff umgewandelt werden kann, um eine permanente Mondbasis zu ermöglichen.
Wir haben den Mondphasen-Kalender für Sie bereit!
Ein Moment für die Geschichte
Während wir uns dem Starttermin von Artemis im Jahr 2026 nähern, steht die Welt an einem Wendepunkt. SpaceInformer wird weiterhin Live-Telemetrie, Countdown-Updates und Expertenanalysen liefern, sobald das SLS am Kennedy Space Center zündet. Dies ist mehr als nur ein Flug; es ist der Moment, in dem die Menschheit aufhört, den Weltraum nur zu besuchen, und beginnt, dort zu leben.
Die NASA strebt derzeit den 1. April 2026 für den Start von Artemis 2 vom Kennedy Space Center an.
Nein, Artemis 2 ist eine Mondumkreisungsmission. Die Crew wird den Mond umfliegen, um die Lebenserhaltungssysteme zu testen. Die eigentliche Landung wird während der Artemis 3 Mission stattfinden.
Die Besatzung besteht aus Kommandant Reid Wiseman, Pilot Victor Glover sowie den Missionsspezialisten Christina Koch und Jeremy Hansen.
Die Mission wird voraussichtlich etwa 10 Tage dauern – vom Start bis zur Wasserung.
Artemis 1 war ein unbemannter Testflug im Jahr 2022, um die SLS-Rakete und die Orion-Kapsel zu testen. Artemis 2 ist die erste bemannte Mission des Programms, bei der zum ersten Mal seit 1972 wieder vier Astronauten in die Nähe des Mondes fliegen.
Die Mission nutzt eine sogenannte „freie Rückkehrbahn“ (Free Return Trajectory). Das bedeutet, dass die Erdanziehungskraft das Raumschiff auch ohne eigenen Antrieb automatisch zur Erde zurückzieht und eine sichere Wasserung ermöglicht, falls technische Probleme auftreten.
Artemis 2 dient der Erprobung der Lebenserhaltungssysteme mit einer echten Besatzung unter extremen Bedingungen. Erst wenn dieser Testflug sicher abgeschlossen ist, wird die NASA mit Artemis 3 die eigentliche Landung am Mondsüdpol durchführen.
Die Crew startet an Bord der SLS (Space Launch System) Rakete. Mit einer Höhe von 98 Metern und einem Schub, der 15 % über dem der legendären Saturn V liegt, ist sie derzeit die leistungsstärkste für Menschen zugelassene Rakete der Welt.