Verfolgen Sie Nordlichter live mit unserem Echtzeit-Kp-Index-Monitor und der Aurora-Oval-Karte. Prüfen Sie mit unserer Experten-Vorhersage für Sonnenstürme und dem Sichtbarkeits-Guide, ob die Aurora Borealis jetzt an Ihrem Standort sichtbar ist.
🌌 Nordlicht Live-Tracker
Echtzeit-Überwachung von Sonnenstürmen & Polarlichtern
Ruhige Aktivität
Keine nennenswerte Aktivität. Am besten in hohen Breiten sichtbar.
Leitfaden zur Sichtbarkeit
✨ Daten werden häufig aktualisiert. Seite neu laden für aktuelle Werte.
Aktuelles Aurora-Oval (Satellitenansicht)
Daten bereitgestellt von NOAA / Space Weather Prediction Center
Jagd auf das Phantom: Der ultimative Live-Nordlicht-Tracker & Guide
Seien wir ehrlich: Die Jagd nach Polarlichtern (Aurora Borealis) besteht zu 10 % aus Glück und zu 90 % aus dem Wissen, wie man den „Puls“ der Sonne liest. Die meisten Menschen verpassen das Spektakel, weil sie sich auf Wetter-Apps verlassen, die nicht für den Weltraum gemacht sind. Wenn Sie auf eine allgemeine Benachrichtigung auf Ihrem Handy warten, ist es meist schon zu spät.
Um die Lichter zu sehen – besonders wenn Sie nicht gerade in einem Glas-Iglu in Lappland sitzen – müssen Sie die Daten verstehen, bevor die Show beginnt. Genau deshalb haben wir den SpaceInformer Live-Nordlicht-Tracker entwickelt. Dieses Tool schließt die Lücke zwischen komplexen NASA-Satellitendaten und Ihrem Garten.
Sehen Sie mit unserem Tracker, wann der nächste SpaceX-Start erfolgt!
1. Der Puls: Den Kp-Index verstehen
Die Anzeige oben auf dieser Seite zeigt den planetaren K-Index. Betrachten Sie diesen als den „Lautstärkeregler“ der Aurora. Er reicht von 0 bis 9. Die Kenntnis Ihres spezifischen „Schwellenwerts“ entscheidet über einen verschwendeten Abend oder eine bleibende Erinnerung.
- Kp 0-2 (Die Ruhephase): Die Lautstärke ist niedrig. Die Lichter schmiegen sich an die Pole. Sofern Sie nicht in Fairbanks, Tromsø oder Reykjavik sind, können Sie auf der Couch bleiben.
- Kp 4 (Die Alarmstufe): Dies ist der Schwellenwert für Beobachter in mittleren Breiten (Nord-USA, Großbritannien, Norddeutschland und Dänemark). Bei diesem Wert hat das menschliche Auge vielleicht noch Schwierigkeiten, aber ein Kamerasensor mit 5 Sekunden Belichtungszeit wird ein deutliches grünes Leuchten am nördlichen Horizont einfangen.
- Kp 5-6 (Der Sweet Spot): Dies entspricht einem G1- oder G2-geomagnetischen Sturm. Jetzt beginnt das „Phantom“ zu tanzen. In dieser Phase wandert die Aurora nach Süden, und Säulen (vertikale Strahlen) werden mit bloßem Auge sichtbar.
- Kp 7-9 (Das seltene Monster): Dies sind „extreme“ Stürme der Kategorien G3 bis G5. Polarlichter können dann so weit südlich wie in Frankreich, Italien oder den südlichen USA gesehen werden. Der Himmel kann sich blutrot färben – ein Phänomen, das entsteht, wenn Sonnenpartikel in viel größeren Höhen auf Sauerstoff treffen.
2. Das Aurora-Oval lesen (Der „Ring aus Feuer“)
Die Satellitenkarte unter der Kp-Anzeige zeigt das Aurora-Oval. Dies ist eine Echtzeit-Visualisierung davon, wo der „Aurorale Regen“ gerade niedergeht. Beachten Sie, dass es kein perfekter Kreis ist. Es ist ein dynamischer Ring aus geladenen Teilchen, die auf die Erdatmosphäre treffen, geformt durch das Magnetfeld unseres Planeten.
Profi-Tipp: Achten Sie auf die „Mitternachtslinie“. Die Aurora ist meist um die magnetische Mitternacht am intensivsten (etwa zwischen 23:00 und 01:00 Uhr). Wenn sich die rote Intensitätszone auf der Karte in Richtung Ihres Breitengrades schiebt, hören Sie auf zu lesen und fahren Sie los. Selbst wenn Sie sich auf der Karte in der „grünen“ Zone befinden, bedeutet ein hoher Kp-Index, dass die Lichter aus hunderten Kilometern Entfernung sichtbar sein können, sofern Sie freie Sicht nach Norden haben. Tipp: Da helles Mondlicht die Sichtbarkeit beeinträchtigen kann, werfen Sie auch einen Blick auf unseren Mondphasen-Kalender (Englisch).
3. Die Geheimzutat: Der Bz-Wert
Wenn Sie wie ein Profi jagen wollen, müssen Sie über den Kp-Index hinausblicken. Die wichtigste „geheime“ Kennzahl ist der Bz-Wert des interplanetaren Magnetfeldes (IMF).
Stellen Sie sich die Erde mit einem Schutzschild vor. Damit der Sonnenwind eindringen und Licht erzeugen kann, muss sich das Magnetfeld des Sonnenwinds mit unserem „verbinden“. Dies geschieht am besten, wenn der Bz-Wert nach Süden zeigt (eine negative Zahl).
- Positiver Bz-Wert: Die „Tür“ der Erde ist geschlossen. Selbst bei hohem Kp-Index kann die Aurora schwach bleiben.
- Negativer Bz-Wert (z. B. -10 oder -20 nT): Die Tür steht weit offen. Erwarten Sie eine Explosion aus Licht.
4. Polarlichter mit dem Smartphone fotografieren
Sie brauchen keine 3.000-Euro-Kamera mehr. Die meisten modernen Smartphones haben einen Nachtmodus, der erstaunlich leistungsfähig ist.
- Stativ verwenden: Selbst das kleinste Zittern der Hand lässt die Lichtsäulen verschwimmen.
- Manueller Fokus: Stellen Sie Ihren Fokus auf „Unendlich“.
- Belichtungszeit: Streben Sie 3 bis 10 Sekunden an. Alles, was länger ist, lässt die Sterne Spuren ziehen und die Aurora wie einen verschwommenen Fleck statt wie deutliche Vorhänge aussehen.
- Blitz ausschalten: Es klingt offensichtlich, aber Sie wären überrascht, wie viele Menschen ihre Nachtsicht (und die der anderen) mit einem Blitz ruinieren.
Wo ist Hubble gerade? Nutzen Sie unseren Tracker!
Checkliste für Profi-Jäger:
- [ ] Kp-Index prüfen: Liegt er für mittlere Breiten bei 4 oder höher?
- [ ] Bz-Wert prüfen: Ist er negativ?
- [ ] Wetter-Check: Gibt es einen klaren Himmel oder Wolkenlücken?
- [ ] Dunkler Himmel: Sind Sie weit weg vom Licht der Stadt?
- [ ] Akku: Ist Ihr Handy/Ihre Kamera warm? Kälte tötet Batterien!
Das „Phantom“ ist da draußen. Mit dem SpaceInformer-Tracker und ein wenig Geduld raten Sie nicht mehr – Sie jagen.
Obwohl die Sonne das ganze Jahr über aktiv ist, sind die Zeiten um die Tagundnachtgleichen (September und März) am besten geeignet. Aufgrund des „Russell-McPherron-Effekts“ ist es wahrscheinlicher, dass sich das Magnetfeld der Erde in diesen Monaten entgegen dem Sonnenwind ausrichtet, was zu häufigeren und intensiveren Stürmen führt.
Dies liegt am sogenannten „skotopischen Sehen“. Das menschliche Auge ist sehr schlecht darin, Farben in der Dunkelheit wahrzunehmen. Unsere „Zapfen“ (Farbsensoren) schalten sich ab, und unsere „Stäbchen“ (Lichtsensoren) übernehmen. Der Kamerasensor hat diese Einschränkung jedoch nicht. Er sammelt Photonen und enthüllt die wahren Farben, die tatsächlich vorhanden sind.
Idealerweise sollten Sie sich in einem Gebiet der „Bortle-Klasse 4“ oder niedriger befinden. Wenn Sie die Milchstraße mit bloßem Auge sehen können, sind Sie an einem guten Ort. Nutzen Sie unsere Lichtverschmutzungskarte, um einen dunklen Park oder ein Küstengebiet mit Blick nach Norden zu finden.
Ja! Die Sonne folgt einem 11-jährigen Aktivitätszyklus. Wir nähern uns derzeit dem Höhepunkt des Sonnenzyklus 25 (2024–2026). Das bedeutet mehr Sonnenflecken, mehr koronale Massenauswürfe (CMEs) und die besten Polarlichter, die wir seit über einem Jahrzehnt gesehen haben.
Leider nein. Die Aurora entsteht in einer Höhe von 100 bis 300 Kilometern in der Atmosphäre. Wolken befinden sich nur in wenigen Kilometern Höhe. Selbst eine dünne Wolkenschicht kann die Lichter verdecken. Prüfen Sie immer eine lokale Bewölkungskarte, bevor Sie losfahren.
Ein CME ist ein massiver Ausbruch von Sonnenwind und Magnetfeldern, der aus der Sonnenkorona aufsteigt oder in den Weltraum freigesetzt wird. Wenn diese direkt auf die Erde gerichtet sind, verursachen sie die heftigsten geomagnetischen Stürme – und die schönsten Polarlichter.